Vereinsgeschichte
Kaninchen- und Geflügelzuchtverein C107 Karlsruhe-Knielingen e.V
1913 – Gründung
Im März 1913 wurde im Gasthaus „Zur Rose“ in Knielingen der Kleintierzuchtverein gegründet.
Seine Gründungsmitglieder waren: Adolf Hauck, Karl Lindner, Fritz Metz, Karl Kiefer, Ludwig Braun und Heinrich Hauer.
Das Ziel des neu gegründeten Vereins war es, Rassetiere zu züchten, die Zucht zu fördern und diese der Öffentlichkeit vorzustellen.
Bereits im Herbst des Gründungsjahres 1913 veranstalteten die wenigen Züchter des Vereins eine Kaninchen- und Geflügelausstellung im Gasthaus „Zum Hirsch“ in Knielingen, welche bei der Bevölkerung regen Zuspruch fand.
1914 – 1918
Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges ruhte das Vereinsleben, da die meisten Züchter zum Kriegsdienst eingezogen wurden.Da nach Kriegsende 1918 aus Angst vor der Besatzungsmacht die gesamten Vereinsunterlagen vernichtet wurden, können über diese Zeit kaum Angaben gemacht werden.
1918 – 1919
Die aus dem Krieg heimkehrenden Züchter fanden ihre Stallungen leer vor. Viele gute Zuchttiere waren in den schweren Kriegsjahren geschlachtet worden.
Mit den noch vorhandenen Tieren begannen die Mitglieder erneut mit dem Aufbau der Zucht. Auch neues Zuchtmaterial wurde beschafft, wo immer dies möglich war.
1920 – 1925
Am 11. Januar 1920 fand im Gasthaus „Zum Schwanen“ die erste Generalversammlung nach dem Krieg statt.
Da bisher keine Vereinsverwaltung bestand, wurde Adolf Hauck zum Versammlungsleiter bestimmt. In die neue Verwaltung wurden gewählt:
Vorsitzender: Adolf Hauck
Vorsitzender: Wilhelm Häusler
Schriftführer: Max Neumann
Schriftführer: Wilhelm Knobloch
Kassier: Adolf Rink
Kassier: Christoph Barth
Durch die Vereinsschauen traten immer mehr Kaninchen- und Geflügelzüchter dem Verein bei.
Da dringend Ausstellungskäfige benötigt wurden, nahm der Verein ein Darlehen von 2000 Reichsmark bei der Volksbank Knielingen auf. Dieser Betrag konnte später vollständig zurückgezahlt werden.
Durch Ausstellungen kam Geld in die Vereinskasse, wovon auch die Züchter profitierten. In dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit stellte der Verein Zuchtmaterial zur Verfügung, das von den Mitgliedern in kleinen Raten zurückgezahlt werden konnte.
In der Jahreshauptversammlung 1921 legte Adolf Hauck sein Amt als Vorsitzender nieder. Neuer Vorsitzender wurde Friedrich Braun, dessen Amtszeit jedoch nur zwei Monate dauerte.
Am 20. Dezember 1922 übernahm Adolf Hauck erneut die Vereinsführung. Neben den Vereinsschauen wurden auch Ausflüge und Versammlungen durchgeführt.
1925 – Spaltung des Vereins
Im Jahr 1925 kam es zu einer Spaltung des Vereins.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 5. März 1925 wurde beschlossen, dass kein Vereinsmitglied einem anderen Kleintierzuchtverein angehören dürfe. Daraufhin traten 27 Mitglieder aus und gründeten den neuen Verein C106.
Alle Versuche des Gau 8, beide Vereine wieder zusammenzuführen, scheiterten zunächst.
Der Verein C107 trat daraufhin aus dem Gau 8 aus und schloss sich dem Gau 7 an. Daraufhin verhängte der Landesverband Baden ein Ausstellungsverbot gegen den Verein und drohte mit einem Ausschluss.
Schließlich beschloss man, wieder aus Gau 7 auszutreten und sich erneut Gau 8 anzuschließen.
1927 – 1929
In der Jahreshauptversammlung am 16. Januar 1927 legte Adolf Hauck den Vorsitz nieder. Emil Siegel übernahm die Vereinsführung und brachte wieder Ruhe in den Verein.
Nach längeren Verhandlungen durften die Züchter wieder an Kreis- und Landesschauen teilnehmen.
Auf der Landesschau in Ettlingen am 3. Dezember 1927 stellten die Züchter des Vereins 32 Tiere aus, die mit Höchstnoten bewertet wurden.
Am 18. August 1927 veranstaltete der Verein seine erste Jungtierschau im Gasthaus „Zum Schwanen“. Die Ausstellung war ein großer Erfolg und sollte künftig regelmäßig stattfinden.
1928 trat Emil Siegel als Vorsitzender zurück. Neuer Vorsitzender wurde Ludwig König. In dieser Zeit wurden neben Versammlungen auch Stallbesichtigungen durchgeführt.
1930 – 1934
Im Februar 1930 legte Ludwig König sein Amt nieder. Adolf Hauck wurde erneut Vorsitzender.
Der Verein kaufte seinen ersten Brutapparat. Verantwortlicher dafür wurde Heinrich Frey. Die Mitglieder konnten nun ihre Bruteier im Verein ausbrüten lassen und waren nicht mehr ausschließlich auf Naturbrut angewiesen.
Die Monatsversammlungen standen stark unter dem Einfluss der damaligen politischen Zeit.
Am 29. April 1933 forderte Vorsitzender Adolf Hauck die Mitglieder auf, geschlossen an der Maifeier teilzunehmen.
Am 20. März 1934 legte Adolf Hauck sein Amt nieder. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 28. März 1934 wurde Emil Engel zum neuen Vorsitzenden gewählt. Adolf Hauck wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
In dieser Zeit spielte bei der Zucht weniger die Schönheit der Tiere eine Rolle, vielmehr stand die wirtschaftliche Nutzung im Vordergrund.
1935 – 1936
Am 23. Mai 1935 trafen sich die Verwaltungen der Vereine C106 und C107 im Gasthaus „Kaiser Friedrich“ in Knielingen und beschlossen den Zusammenschluss.
Es wurde vereinbart:
Das Vereinsvermögen beider Vereine wird zusammengelegt.
Neue Kassenbücher werden angelegt.
Als Gründungsjahr gilt weiterhin März 1913.
Die neue Vereinsverwaltung bestand aus:
Vorsitzender: Emil Engel
Vorsitzender: Hermann Rink
Kassier: Jakob Eisner
Schriftführer: August Barth
Zuchtwart: Wilhelm Knobloch
Fellwart: Otto Förster
1936 – 1937
In der Jahreshauptversammlung 1936 trat Emil Engel zurück. Neuer Vorsitzender wurde Otto Förster.
Der Verein erhielt den Namen:
„Kaninchen- und Geflügelzuchtverein C107“
Unter Otto Förster wurde außerdem eine Frauengruppe gegründet, die hauptsächlich Näharbeiten ausführte, welche auf Ausstellungen gezeigt und bewertet wurden.
1938 – 1940
Im Juli 1938 feierte der Verein im Vereinslokal „Zur Rose“ sein 25-jähriges Bestehen.
Am 1. April 1939 legte Otto Förster aus beruflichen Gründen den Vorsitz nieder. Sein Nachfolger wurde Hans Günter.
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kam das Vereinsleben fast vollständig zum Erliegen.
In der Jahreshauptversammlung 1940 übernahm Emil Siegel erneut die Vereinsführung.
Die Gauleitung forderte die Züchter auf, vermehrt Angora-Kaninchen zu züchten, da deren Wolle zur Herstellung von Unterwäsche für das Militär benötigt wurde.
1941 – 1943
In dieser Zeit kam das Vereinsleben ganz zum Erliegen.
Am 12. und 13. Dezember 1943 veranstalteten die wenigen Züchter des Vereins zum 30-jährigen Vereinsbestehen eine Vereinsschau. Auf dieser letzten Ausstellung bis zum Kriegsende waren 199 Kaninchen und 55 Stück Geflügel ausgestellt.
1945 – 1947
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hielt der Verein im Dezember 1945 seine erste Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zur Rose“ in Knielingen ab. In dieser Versammlung wurde Friedrich Knobloch zum 1. Vorsitzenden gewählt. Trotz züchterischer Schwierigkeiten in der Zucht, es war schwierig gutes Zuchtmaterial zu beschaffen, sah man doch in dieser Zeit die Tiere lieber im Topf als im Käfig, veranstaltete der Verein im Dezember 1946 seine erste Vereinsausstellung. Dass es mit der Zucht und dem Verein wieder aufwärts ging, bewies die Lokale Geflügelschau im November 1947, auf der 110 Tiere ausgestellt waren.
1948 – 1949
In der Generalversammlung am 14. Februar 1948 wurde Wilhelm Knobloch für 30-jährige Vereinszugehörigkeit und langjährige Tätigkeit in der Verwaltung geehrt. Auf der Kreiskaninchenchau im Jahr 1948 und 1949 konnten die Züchter des Vereins den Titel des Vereinskreismeisters gewinnen.
1950 – 1955
Nach 5-jähriger Amtszeit als 1. Vorsitzender legte Friedrich Knobloch in der Generalversammlung am 12. Februar 1950 sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde Emil Kiefer. Auf der Generalversammlung am 11. Februar 1951 beschlossen die Mitglieder mit Gartenfest eine Jungtierschau durchzuführen. Diese fand am 12. August 1951 im Schulhof statt. Ferner wurde beschlossen, dass das Hasenessen nach den Ausstellungen wieder eingeführt wird.
Die am 4. August 1953 im Schulhof der Volksschule Knielingen durchgeführte Jungtierschau mit Gartenfest stand unter dem Motto „40 Jahre Kaninchen- und Geflügelzuchtverein“.
In der Jahreshauptversammlung am 14. Februar 1954 wurde Willi Zimmermann zum 2. Vorsitzenden gewählt, sonst gab es keine Veränderungen in der Verwaltung. Auch das Jahr 1954 war für die Züchter des Vereins wieder erfolgreich, konnten sie doch die Titel des Kreismeisters und Landesmeisters erringen.
Die Erfolgsserie der Züchter des Vereins konnte auch 1955 fortgesetzt werden. Die Geflügelzüchter wurden wieder Vereinskreismeister und aus der Sparte Kaninchen stellte man zwei Landesmeister. Der viel begehrte „Hermann-Bosch-Wanderpreis“ konnte ebenfalls errungen werden. Es wurden, wie in den Jahren zuvor, zwei Vereinsschauen und eine Jungtierschau mit Gartenfest veranstaltet.
1956 – 1958
Die Jahreshauptversammlung am 25. Februar 1956 brachte zwei Änderungen: Der 1. Kassier Jakob Eisinger legte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder, Nachfolger wurde Willi Frei und neuer Zuchtwart für Kaninchen wurde Helmut Rink. Alle anderen Verwaltungsmitglieder blieben in ihren Ämtern. Auch in den folgenden Jahren wurden Lokalschauen und Jungtierschauen durchgeführt.
In einer Monatsversammlung wurde beschlossen, eine Vereinsnadel fertigen zu lassen. Hans Illig wurde damit beauftragt, einen Entwurf zu fertigen und in der nächsten Monatsversammlung vorzulegen. Nachdem der Entwurf für gut befunden wurde, ist ein Fertigungsauftrag erteilt worden.
1959 – 1965
Zum Abschluss des Jahres 1959 veranstaltete der Verein seine Lokalkaninchenschau. Mit 200 Kaninchen war sie bisher die größte Kaninchenschau des Vereins. Als besonders erfreulich konnte vermerkt werden, dass sich zahlreiche junge Züchter mit sehr gutem Zuchtmaterial beteiligten. Im Rahmen des Züchterabends 1959 wurden folgende Züchter mit der goldenen Verbandsnadel ausgezeichnet: Emil Siegel für 40-jährige züchterische Tätigkeit, sowie der 1. Vorsitzende Emil Kiefer und Kassierer Jakob Eisinger für besondere Leistungen in der Vereinsarbeit. Die silberne Ehrennadel des Verbandes erhielten die Züchter Wilhelm Hauer und August Schneidemann. Auch in den folgenden Jahren veranstaltete der Verein seine Lokalschauen. Aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens wurde 1963 im Schulhof ein Mitgliederfoto gefertigt.
1966 – 1969
In der Hauptversammlung 1966 machte man sich die ersten Gedanken über eine vereinseigene Zuchtanlage und trat bezüglich eines geeigneten Geländes mit der Stadt Karlsruhe in Verhandlungen. In der Jahreshauptversammlung legte der 1. Vorsitzende Emil Kiefer nach 16 Jahren sein Amt nieder. Als neuen 1. Vorsitzenden wählte man Hans Illig, als 2. Vorsitzender wurde Harald Seiberlich gewählt. Für ihre 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden folgende Mitglieder geehrt: Hans Illig, Emil Heim, Artur Fischer, August Freien, Emil Schneidemann, Hans Schreiber und August Ermel sen.
Am 7. Mai 1967 wurde Zuchtfreund Willi Zimmermann zum 1. Vorsitzenden des Landesverbandes Badischer Kaninchenzüchter gewählt.
Im Jahr 1969 wurden die seit 1966 mit der Stadt Karlsruhe geführten Verhandlungen über einen Platz für den Bau einer Zuchtanlage erfolgreich abgeschlossen – die Stadt wies dem Verein das Gelände in der Litzelau zu. Für seine 50-jährige Mitgliedschaft erhielt 1969 Friedrich Ermel II als erster die goldene Ehrennadel mit Anerkennungsurkunde des Vereins.
1970 – 1976
In der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1970 wurde Willi Frei zum 1. Vorsitzenden und Hans Illig zum 2. Vorsitzenden gewählt. Auf Betreiben von Willi Frei erfolgte 1970 die Eintragung in das Vereinsregister. Der Vereinsname lautete nun: „Kaninchen- und Geflügelzuchtverein C107 e.V. Karlsruhe-Knielingen.“ Im Frühjahr 1970 wurde mit dem Bau der Zuchtanlage begonnen. Der Platz wurde eingezäunt und in Parzellen eingeteilt. Auch der Bau des Vereinsheims wurde in Angriff genommen.
Die Jahreshauptversammlung 1971 brachte in der Verwaltung keine Änderung. In der Hauptversammlung am 15. Januar 1972 gab Hans Illig das Amt des 2. Vorsitzenden ab. An seine Stelle wurde Kurt Hauer gewählt. Dank des Einsatzes der Mitglieder und des 1. Vorsitzenden Willi Frei und der Verwaltung konnte das Vereinsheim nach 4 jähriger Bauzeit fertiggestellt werden.
Im Februar 1975 wurde die 1. Hauptversammlung im eigenen Vereinsheim abgehalten, und auch die erste Lokalschau im November 1975 fand in den eigenen Räumlichkeiten statt. Willi Frei wollte den 1. Vorsitz niederlegen, da jedoch die vorgeschlagenen Kandidaten alle eine Wahl ablehnten, erklärte sich Willi Frei bereit, dieses Amt weiter zu führen. Im Februar 1976 gab er dann den 1. Vorsitz endgültig ab. Kurt Hauer, bisher 2. Vorsitzender, wurde in dieser Hauptversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Willi Zimmermann übernahm den 2. Vorsitz.
1976 – 1985
Am 12. März 1976 wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, den Verein als gemeinnützig eintragen zu lassen. Im Juli 1976 veranstaltete der Verein seine 1. Jungtierschau mit Gartenfest auf vereinseigenem Gelände. Auch die Lokalschauen wurden künftig in den Räumen des Vereinsheimes durchgeführt. 1977 verstarb der langjährige Kassierer Werner Hellmann. Er verwaltete 17 Jahre die Finanzen des Vereins. Seine Frau Gisela Hellmann erklärte sich bereit, die Kassentätigkeit fortzuführen.
1978
war der Verein nicht nur auf Kreis- und Landesschauen, sondern auch auf der nationalen Junggeflügelschau in Hannover und der Bundeskaninchenschau in Stuttgart erfolgreich vertreten. Im Rahmen des Jahresabends wurden im Dezember 1979 zahlreiche Vereinsmitglieder für ihren Einsatz beim silbernen Bau des Vereinsheimes mit der silbernen Bauvereinsnadel geehrt. Karl Siegel, Bauleiter und Architekt des Vereinsheimes, wurde zum goldenen Ehrenmitglied ernannt und mit der goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet.
Im Juli 1980
beteiligte sich der Verein mit Hähnchen vom Grill am 1. Knielinger Straßenfest.
In der Jahreshauptversammlung am 26. Februar 1983 legte der 1. Vorsitzende Kurt Hauer den Entwurf einer Änderung der Vereinssatzung vor, dieser beinhaltete die Anerkennung der Landessatzung der Kaninchenzüchter in der Vereinssatzung. Dieser Entwurf wurde durch eine Abstimmung mit sofortiger Wirkung angenommen und beim Amtsgericht Karlsruhe zur Änderung der Vereinssatzung eingereicht. Im Rahmen eines Vereinsabends feierte am 3. Dezember 1983 der Verein sein 70-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr wurden drei Vereinsschauen durchgeführt: eine Jungtierschau, eine Kaninchenfest- und Geflügelschau und eine Kaninchenschau standen unter dem Motto „70 Jahre Kaninchen- und Geflügelzuchtverein C107 e. V. Karlsruhe-Knielingen“.
Die Jahreshauptversammlung Februar 1984 brachte keine Änderung in der Verwaltung.
In der Hauptversammlung 23. Februar 1985 unter dem Punkt Neuwahlen wurden alle Verwaltungsmitglieder in ihr Amt wiedergewählt. Die Zuchtjahre 1984 und 1985 waren für den Verein und seine Züchter erfolgreiche Jahre, konnten doch etliche Züchterinnen und Züchter den Titel des Einzelkreis- und Landesmeisters erringen. Auch die Kaninchenzüchter waren auf Kreis- und Landesschauen als Kreis- und Landesmeister erfolgreich.
1986 – 1990
Die Jahreshauptversammlung am 21. Februar 1986 brachte keine Änderung in der Verwaltung. Nachdem alle Berichte des Zuchtjahres 1985 vorgelesen waren, kam man zu Punkt 7 der Tagesordnung, den Ehrungen. Es wurden folgende Mitglieder für ihre geleisteten Arbeiten im Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt: Hans Illig, August Frei, Herbert Ermel. Helmut Rink I wurde aufgrund seiner Verdienste vom LVZ der Rassekaninchenzüchter zum Meister der Rassekaninchenzucht für das Jahr 1985 ernannt. Unserem Ehrenmitglied Willi Zimmermann wurde für seine Verdienste als LV-Vorsitzender das Bundesverdienstkreuz verliehen.
1986 war für den Verein voller Aktivitäten. Neben den Vereinsschauen besichtigten die Züchter auch Kreis-, Landes- und Bundesschauen. Auf der Kreisgeflügelschau 1986 in Linkenheim wurde der C107 Vizevereinskreismeister. Auf der Landeskaninchenschau in Karlsruhe belegte der C107 in der Gesamtwertung von 438 Landesvereinen den 10. Platz.
Für die Feier „1200 Jahre Knielingen“ stellte der Verein sich während der Festwoche mit Hähnchen vom Grill mit einem Wagen dar.
Jahreshauptversammlung 21. März 1987: In dieser Versammlung legte Harald Seiberlich sein Amt als 2. Vorsitzender nieder. Werner Henne wurde darauf zum 2. Vorsitzenden gewählt, sonst gab es keine Veränderung in der Verwaltung. Am 8. Oktober 1988 feierte der Verein in der Turnhalle des Turnvereins Knielingen sein 75-jähriges Vereinsjubiläum. Der Festakt wurde durch einen musikalischen Beitrag des Handharmonika-Clubs und Liederbeiträgen der Sängervereinigung Knielingen untermalt. Eine reichhaltige Tombola lockte ebenfalls den Abend auf, und mit Unterhaltungsmusik und Tanz klang das Fest aus.
Die Jahreshauptversammlung am 25. Februar 1989 brachte zwei Veränderungen in der Vorstandschaft.
Der bisherige Schriftführer Siegfried Horst lehnte eine Wiederwahl ab, vorgeschlagen wurde Hans Günther Richter, seine Wahl war einstimmig. Da der Zuchtwart für Kaninchen, Helmut Rink I, dieses Amt vorzeitig niederlegte, musste ein neuer Zuchtwart für Kaninchen gewählt werden. Vorgeschlagen wurde Helmut Rink jun. III., seine Wahl war einstimmig.
Das Jahr 1990 brachte keine nennenswerten Veränderungen. In der Jahreshauptversammlung am 2. März 1990 wurde Sibylle Zimmermann zur 2. Schriftführerin gewählt. Der Zuchtwart beklagte einen Rückgang in der Kaninchenzucht. 1989 wurden gegenüber den Vorjahren mit 290 bis 300 nur 230 Kaninchen tätowiert. Es fand ein Vereinsausflug in die Pfalz statt, der bei allen Beteiligten gut ankam. Die Jungtierschau mit Gartenfest und die beiden Vereinsschauen waren wie immer gut besucht. Auch die Weihnachtsfeier war ein schöner Ausklang des Jahres 1990.
1991 – 1995
Jahreshauptversammlung 2. März 1991. Sibylle Zimmermann wurde zum 1. Schriftführer gewählt. Unter Punkt 4) Jahresberichte: Der Bericht des 1. Vorsitzenden Kurt Hauer. Er lobte die züchterische Leistung der Vereinsmitglieder, welche auf den Kreis- und Landesschauen, ob Kaninchen oder Geflügel, sehr gute Ergebnisse erzielt hatten. Bericht des Zuchtwartes für Kaninchen, Helmut Rink III: Die Jungtierschau musste leider wegen der RHD-Krankheit ausfallen. Auf der Kreiskaninchenchau in Linkenheim war der Verein mit 7 Züchtern erfolgreich vertreten, mit 1902 Punkten errangen sie den Titel des Vereinsmeisters bei den Senioren. Auch die Jugend des Vereins war erfolgreich mit einem Jugendkreismeister. Auf der badischen Landesschau für Kaninchen wurde Kurt Hauer Landesmeister. Aber auch der Zuchtwart für Geflügel, Werner Engel, war mit seinen Züchtern sehr zufrieden, erreichten sie doch auf den Kreis- und Landesschauen die vordersten Plätze. Die traditionellen Vereinsschau fanden, wie jedes Jahr im Januar und November, statt.
Die Jahre davor, 1992, war, wie die Jahre. Die Besucher, züchterisch der sehr erfolgreich. Die Jungtierschau erfreute sich nicht nur an den ausgestellten Tieren, sondern genossen auch die guten Hähnechen vom Grill. Die durchgeführten Vereinsschau waren, wie bereits in den Vorjahren, gut besucht, dabei stellte die gut bestückte Tombola für Jung und Alt immer einen Anziehungspunkt dar. In der Generalversammlung am 7. März 1992 wurde Gerd Heidt zum 2. Vorsitzenden gewählt. Alle anderen Verwaltungsmitglieder blieben in ihren Ämtern. 6. März 1993. Jahreshauptversammlung legte Kurt Hauer in dieser Versammlung aus gesundheitlichen Gründen nach 17 Jahren aus den 1. Vorsitz nieder. Der bisherige 2. Vorsitzende Gerd Heidt, wurde daraufhin zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter dem Punkt „Verschiedenes“ stellte Gerd Heidt den Antrag, Kurt Hauer zum Ehrenvorsitzenden mit Sitz und Stimme (Stimmrecht in der Verwaltung) zu ernennen. Kurt Hauer wurde von der Versammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. In dieser Versammlung wurde eine Satzungsänderung des §12 der Vereinssatzung zum Zwecke der Gemeinnützigkeit vorgeschlagen. Der §12 Satz 1 soll nun lauten: „Der Verein ist selbstlos tätig, er folgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftlichen Zwecken.“ Diese Änderung war erforderlich, da sonst die Finanzbehörde eine Gemeinnützigkeit ablehnen würde. Die Versammlung stimmte dieser Änderung zu. Im Rahmen einer Vereinsfeier im November 1993 wurde das 80-jährige Vereinsbestehen gefeiert.
In den Jahren 1994 und 1995 fanden in der Verwaltung keine Veränderungen statt. Die vereinseigenen Schauen wurden wie immer zu den vorgegebenen Terminen geführt. Juni, November und Januar durchgeführt. Auf überregionalen Schauen waren die Züchter, mehr oder weniger erfolgreich. Zur Förderung der Kameradschaft wurden Vereinsausflüge veranstaltet und die jährliche Weihnachtsfeier fand – wie immer – regen Anklang bei den Vereinsmitgliedern.
1996 – 2000
Züchterin Elisabeth Esch wurde im Februar 1996, in Nürnberg Deutsche Meisterin mit Kraienköppe silberhalsig. Die Jahreshauptversammlung am 2. März 1996 brachte in der Verwaltung keine Änderungen. Die Werbung von Mitgliedern war immer schon im Vordergrund des Vereins gestanden, und deshalb wurden 1996 die Jungtierschau und die beiden Lokalschauen als Werbeschauen durchgeführt. Mit Schreiben vom 14. Juni 1996 erklärte der 1. Vorsitzende Gerd Heidt seinen vorzeitigen Rücktritt als 1. Vereinsvorsitzender zum 24. Juli 1996. Der 2. Vorsitzende Werner Henne führte ab diesem Zeitpunkt kommissarisch die Vereinsgeschäfte. Werner Henne wurde in der Generalversammlung am 1. März 1997 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Gerd Zimmermann wurde 2. Vorsitzender. Die Züchter beider Sparten hatten auch in diesem Jahr ein volles Ausstellungsprogramm. Ihre züchterische Arbeit wurde mit den Kreis- und Landesmeistertiteln belohnt.
1998 verstarb unser Ehrenmitglied Willi Frei, unter seiner Führung waren das Vereinsheim und die Vereinszuchtanlage erbaut worden.Die Jahreshauptversammlung 13. März 1998 brachte keine Änderung in der Vorstandschaft.
Auf der Jungtierschau mit Gartenfest im Juli 1998 waren 85 Jungtiere ausgestellt; dank des schönen Wetters war auch das Gartenfest ein großer Erfolg. Die Lokalschau im November 1998 waren beim Geflügel mit 119 Tieren und bei den Kaninchen im Januar 1999 mit 76 Tieren bestückt. Die Jahreshauptversammlung 13. März 1999 brachte verwaltungsmäßig keine großen Änderungen mit sich. Unter Punkt 4 der Jahreshauptversammlungsberichte bedankte sich der 1. Vorsitzende Werner Henne bei allen Mitgliedern für die geleisteten Arbeiten bei der Jungtierschau und den lokalen Vereinsschau. Er gratulierte allen Züchterinnen und Züchtern zu den großen Erfolgen auf den besuchten Schauen. Sein ganz besonderer Dank ging an Elisabeth Esch, welche der Verein auf der Europaschau in Leipzig mit dem Erringen von 2 Pokalen und einer Siegermedaille würdig vertreten hatte. Zuchtwart A.W. Ermel gab sein Amt des Zuchtwartes für Kaninchen ab. Werner Engel übernahm dieses Amt.
Harald Seiberlich stellte den Antrag, in der Zukunft nur noch eine Lokalschau zu veranstalten. Dieser Antrag wurde jedoch von der Versammlung abgelehnt.
Die Generalversammlung 15. April 2000 brachte zwei Änderungen in der Verwaltung mit sich. Zunächst unter Punkt 2 der Tagesordnung „Neuwahlen“. Der 2. Vorsitzende Gerd Zimmermann gab sein Amt ab, an seine Stelle wurde Kurt Dieterle gewählt. Schriftführerin Sibylle Zimmermann legte ihr Amt nieder. Siegfried Hurst wurde ebenfalls zum neuen Schriftführer gewählt. Eine weitere Änderung erfolgte unter Punkt 7 „Satzungsänderung“: Der § 14 der Vereinssatzung soll eine Änderung und Erweiterung erfahren: Und zwar soll im bestehenden § 14 nach der Formulierung „Für Stallungen, die Privatbesitz sind, hat der Verein in jedem Fall das Vorkaufsrecht“, folgender Zusatz hinzugefügt werden: Hinsichtlich der Vereinsinteressen und Angelegenheiten der Vereinszuchtanlage wird ein gesonderter Zuchtanlagenausschuss gebildet. Diesem Zuchtanlagenausschuss obliegt die Überwachung der Rechte und Pflichten im Hinblick auf die einzelnen Parzellenmieter und dem Vermieter der Zuchtanlage.
Der Zuchtanlagenausschuss setzt sich wie folgt zusammen: Dem 1. und 2. Vereinsvorsitzenden, dem Schriftführer, zwei Mitglieder welche eine Zuchtanlage betreiben und zwei Mitglieder welche keine Zuchtanlage betreiben. Die Satzungsänderung wurde mit 30 Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen beschlossen. Ansonsten gab es satzungsmäßig keine Änderungen.
Auch 2000 war unser Verein auf großen Schauen erfolgreich. Kurt Dieterle wurde Deutscher Meister und Rita Dieterle errang das Siegerband . Die Veranstaltungen, ob Siegerhähnechenfest oder Lokalschauen, waren gut besucht und die Weihnachtsfeier bildete einen schönen Jahresausklang.
2001-2005
Jahreshauptversammlung 31. März 2001: Nachdem Werner Henne den 1. Vorsitz niedergelegt hatte, übernahm Kurt Dieterle den Vereinsvorsitz und Werner Henne übernahm den 2. Vorsitz. Sonst gab es in der Vereinsführung keine Veränderung. In dieser Versammlung wurde beschlossen, dass ab 2002 nur noch eine lokale Vereinsschau durchgeführt wird. Wie all die Jahre wurden ein Vereinsausflug und zwei Vereinsschau veranstaltet. Die Weihnachtsfeier war dank der schönen Ausschmückung der Familie Dieterle und den Kaffee- und Kuchenspenden wieder ein gelungenes Fest. Nochmals ein Dankeschön an alle Spender.
Jahreshauptversammlung 2002: Nachdem Werner Henne im Oktober 2001 überraschend verstarb, wurde Rudi Heim im März zum 2. Vorsitzenden gewählt.
Unter Punkt 8 der Tagesordnung Ehrungen wurden folgende Mitglieder, auf Grund ihrer Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt: Elisabeth Esch, Friederike Rink, Gisela Hellmann, Gerhard Dornseif, Wilfried Wurm, Karl Pollmann, Dieter Meister, Werner Engel, Harald Seiberlich und Rudi Heim.
Das Jahr 2002 traf die Geflügelzüchter sehr hart, verendete ein großer Bestand der Jungtiere durch den Ausbruch der Gumboro-Krankheit.
Der 1. Vorsitzende Kurt Dieterle forderte die Züchter auf, Probleme im Tierbestand sofort zu melden, damit inzwischen schnelle Hilfe erfolgen könne, damit inzwischen traditionelle Hähnchenfest und die erste gemeinsame Lokalschau kamen – nicht nur durch das sehr gute Tiermaterial, sondern auch die schöne Ausschmückung der Schau durch Familie Kurt Dieterle und die gut bestückte Tombola – bei den großen und kleinen Besuchern gut an. Die Weihnachtsfeier war ein schöner Jahresausklang 2002.
2002 verstarb unser Zuchtwart für Geflügel Otmar Kunkel. Aus diesem Grund wurde in der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung am 3. März 2003 unter Punkt 7 Wahlen, der Punkt h): „Wahl eines Zuchtwartes für Geflügel“ eingeschoben. Marco Wagner wurde einstimmig zum neuen Zuchtwart für Geflügel gewählt.
Da an den Monatsversammlungen, welche immer am 2. Freitag eines Monats abgehalten werden, immer weniger Mitglieder teilnahmen, kam man überein, die Versammlungen in Zukunft durch Tierbesprechungen und Vorträge interessanter zu gestalten. Als Dankeschön an die Helfer beim Hähnchenfest wurde ein Helferessen veranstaltet. Das Hähnchenfest und die Lokalschau 2003 standen unter dem Motto „90 Jahre C 107“. Das Hähnchenfest, die Lokalschau, sowie die obligatorische Weihnachtsfeier waren wie immer gut besucht.
2004
Das Jahr 2004 war für die Züchter des Vereins ein erfolgreiches Zuchtjahr. Auf unserem Hähnchenfest im August 2004 wollten die Kaninchenzüchter einige Tiere zu Werbezwecken zur Schau stellen. Zwar war das Wetter schön, jedoch für die Tiere zu heiß, sodass die Tiere wieder in die Stallungen zurückgebracht werden mussten. Auf unserer Lokalschau im November 2004 waren 40 Kaninchen und 84 Hühner ausgestellt. Auf der Kreisschau für Kaninchen im Dezember 2004 in Mörsch konnten 3 Züchter des Vereins den Titel des Einzelkreismeisters erringen.
Die Geflügelzüchter konnten auf der Kreisschau für Geflügel in Linkenheim 2 Einzelkreismeistertitel erringen. Zur Förderung der Kameradschaft wurden ein Vereinsausflug und die obligatorische Weihnachtsfeier veranstaltet.
Die Jahreshauptversammlung am 2. April 2005 brachte nur eine Änderung: Da der Zuchtwart für Geflügel aus dem Verein ausgetreten war, musste ein neuer gewählt werden. Zuchtfreund Josef Riedl übernahm dieses Amt. Das Zuchtjahr 2005 stand unter keinem guten Stern für die Geflügelzüchter, durch den Ausbruch der Vogelgrippe und die Einstellung der Hühner waren die Zuchterfolge sehr schlecht und es wurden alle Geflügelschauen abgesagt und es, die anderen Geflügelveranstaltungen, des Vereins ob Maifeier, Hähnchenfest, Vereinsausflug oder Weihnachtsfeier fanden bei den Mitgliedern regen Zuspruch.
2006 – 2010
Durch eine Sondergenehmigung wurde im Jahr 2006 für den Verein die Einstallpflicht für das Geflügel aufgehoben. Als Folge hiervon zogen die Züchter wieder mehr Jungtiere auf. Das Ausstellungsverbot wurde seitens des Veterinäramtes und des Landesverbandes durch eine Ausnahmegenehmigung aufgehoben und so konnte der Verein im November wieder seine Lokalschau durchführen. Ein Vereinsausflug fand nicht statt, alle anderen Veranstaltungen fanden wie gewohnt statt und waren durch die Mitglieder gut besucht.
Die Jahreshauptversammlung am 2. März 2007 brachte keine Änderungen in der Vereinsführung.
Leider fiel unser traditionelles Hähnchenfest aus, da viele Helfer durch Krankheit verhindert waren. Alle anderen Veranstaltungen wurden in gewohnter Weise durchgeführt. In der heutigen Zeit ist es schwer, neue Mitglieder für unser schönes Hobby zu begeistern. Umso erfreulicher war es, dass der Verein neue, jüngere Mitglieder gewinnen konnte.
Unter der Führung des 1. Vorsitzenden Kurt Dieterle war auch das Jahr 2008 sehr erfolgreich. Das Hähnchenfest, welches 2007 ausfallen musste, fand in diesem Jahr wieder statt und die zahlreichen Besucher ließen sich die Hähnchen vom Grill schmecken. Auf der Jahreshauptversammlung des Kreis Verbandes für Kaninchen am 14.3.2008 wurde Zuchtfreund A. W. Ermel zum Altmeister der Rassekaninchenzucht ernannt.
Die Lokalschau am 8. und 9. November 2008 war mit 21 Kaninchen und mit 84 Stück Geflügel bestückt. Es waren wie in den vergangenen Jahren sehr gute Tiere ausgestellt und man konnte mit der Besucherzahl zufrieden sein. Der Verein konnte sich über den Eintritt von vier jugendlichen Mitgliedern freuen. Auf der Kreis- und Landesschau waren die Geflügelzüchter sehr erfolgreich. Leider stellten die Kaninchenzüchter auf der Kreis- und Landesschau nicht aus. Der Jahresausklang bildete wie jedes Jahr unsere Weihnachtsfeier.
In der Jahreshauptversammlung am 28. März 2009 gab Kurt Dieterle die Vereinsführung ab. Da kein Vereinsmitglied bereit war, den 1. Vorsitz zu übernehmen, wurde am 24. Oktober 2009 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Wahl des 1. Vorsitzenden wiederholt. Bis zu diesem Zeitpunkt übernahm der 2. Vorsitzende Rudi Heim die Vereinsgeschäfte. In dieser Mitgliederversammlung wurde Kurt Dieterle wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt. Das Hähnchenfest und die Vereinsschau waren sehr gut besucht. Am Vereinsausflug und der Weihnachtsfeier nahmen sehr viele Mitglieder teil. Züchterfleiß und einer guten Vereinsführung war es zu verdanken, dass auch das Jahr 2010 erfolgreich war. Auf allen Schauen konnten die Züchter, welche ihre Tiere dort ausgestellt hatten, Meistertitel erringen, Hans Heiß wurde Deutscher Meister.
Durch den Eintritt neuer Mitglieder bekamen die Kaninchenzüchter wieder Aufschwung. Auf der lokalen Vereinsschau wurden 41 Kaninchen und 141 Geflügel ausgestellt. Dank der schönen Ausschmückung der Ausstellung durch die Familie Dieterle war es wieder eine schöne große Schau und fand bei den Besuchern großen Anklang und die Weihnachtsfeier am 3. Advent 2010 war wie immer gut durch die Mitglieder besucht. Die weihnachtliche Dekoration von Familien Heim und Dieterle bildeten einen stimmungsvollen Rahmen der Feier.
2011 – 2013
Die Jahreshauptversammlung am 2. April 2011 brachte in der Vorstandschaft nur eine Veränderung: Geflügel, Josef Riedl, der Zuchtwart für Geflügel, gab aus gesundheitlichen Gründen dieses Amt ab. An seine Stelle wurde Zuchtfreund Hans Heiß als Zuchtwart gewählt. Im Januar 2011 verstarb unser ältestes Vereinsmitglied, Elisabeth Esch, im Alter von 90 Jahren.Wir werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren. Da unser Pächterpaar Familie Heck nach 24 Jahren aus Alters- und Gesundheitsgründen aufhörte, standen dem Verein zahlreiche Umbau- und Renovierungarbeiten am Vereinsheim bevor. Dank der Mithilfe von Mitgliedern konnten diese Arbeiten im Laufe des Jahres 2011 abgeschlossen werden. Unsere Weihnachtsfeier bildete zugleich den Einstand der neuen Pächterin des Vereinsheims. Der Verein bedankte sich nicht nur bei den Kaffee- und Kuchenspendern, sondern auch bei den Familien Heim und Dieterle für die schöne Ausschmückung, welche jedes Jahr zum Gelingen der Weihnachtsfeier beigetragen hat.
Am 16. Januar 2012 übernahm die neue Pächterin Claudia Fischer das Vereinsheim.
Auf der Jahreshauptversammlung am 31. März 2012 gab der Zuchtwart für Kaninchen Uwe Konstandin seinen Rücktritt bekannt. Zum neuen Zuchtwart für Kaninchen wurde Werner Kunz vorgeschlagen. Da sonst keine weiteren Vorschläge kamen, wurde Werner Kunz einstimmig auf diesen Posten gewählt. Das Hähnchenfest war auch in diesem Jahr dank des schönen Wetters gut besucht. Die lokale Ausstellung im November 2012 war wie gewohnt mit sehr gutem Tiermaterial bestückt, leider war die Besucherzahl nicht so gut, was wohl am schlechten Wetter lag. Auf den Kreis- und Landesschauen waren wie gewohnt die Züchter des Vereins sehr erfolgreich. Auf der Badischen Landesschau in Villingen-Schwenningen wurde Hans Rietzschel Badischer und Süddeutscher Meister mit Zwerg-Sundheimer. Mit der Erringung des Deutschen Meistertitels 2012 vertrat Hans Heiß unseren Verein auf der Deutschen Meisterschaft. Wie in jedem Jahr so auch 2012 war unsere Weihnachtsfeier ein schöner Jahresausklang.
Das Jahr 2013 stand ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestehens des Kaninchen- und Geflügelzuchtvereins C107. Am 1. Juni feierte der Verein dieses besondere Jubiläum im Rahmen eines Festbankettes im Gemeindesaal der Heilig Kreuz Kirche in Knielingen. Stadträtin Ute Müller-Schönbäch hielt die Festansprache und gab darin einen kurzen Rückblick auf die hundertjährige Vereinsgeschichte. Nach den Grußworten der Landes- und Kreisverbände sorgte der Magier „Mr. Black“ mit seiner Tiervorführung für Staunen unter den Gästen.Im Rahmen der Ehrungen wurden verdiente Mitglieder mit der goldenen und silbernen Ehrennadel der Landesverbände ausgezeichnet. Eine besondere Ehre wurde Harald Seiberlich und Werner Engel zuteil: Sie erhielten für ihre langjährige Treue die silberne Bundesehrennadel des Bundes der Rassegeflügelzüchter.
In der Jahreshauptversammlung am 22. Juni 2013 standen Wahlen auf der Tagesordnung. Zuchtwart Hans Heiß gab sein Amt des Zuchtwartes für Geflügel ab. Gewählt wurden: Kurt Dieterle (Vorsitzender), Gisela Hellmann und Ralf Hellmann (Kassierer), Hans Rietzschel (Zuchtwart Geflügel), Werner Kunz (Tätowiermeister), Uwe Konstantin (Zuchtbuchführer) sowie Harald Seiberlich (Beisitzer).
Das traditionelle Hähnchenfest am 3. und 4. August war, begünstigt durch das gute Wetter, wie im Vorjahr ein voller Erfolg und lockte Besucher aus Knielingen und den umliegenden Stadtteilen an.
Auf züchterischer Ebene war das Jahr ebenfalls erfolgreich: Bei der Kreisgeflügelschau in Eggenstein (7./8. Dezember) erzielten Rita Dieterle und Harald Seiberlich hohe Bewertungen; Rudi Heim errang den Titel des Einzelkreismeisters. Auch auf überregionalen Schauen war der Verein vertreten. Hans Heiß präsentierte seine Tiere erfolgreich auf der Bundesschau in Leipzig. Kurt Dieterle vertrat die Kaninchensparte mit seinen Blauen Wienern auf der Bundesschau in der DM-Arena in Rheinstetten.
2014 - 2015
Das Jahr 2014 begann mit der Jahreshauptversammlung am 5. April. Nach den Berichten der Verwaltung standen Neuwahlen an. Neu in die Verwaltung gewählt wurden: Rudi Heim (2. Vorsitzender), Siegfried Hurst (Schriftführer), Werner Kunz (Zuchtwart Kaninchen) und Rolf Eisele (Beisitzer).
Das Hähnchenfest am ersten Augustwochenende erfreute sich dank des sonnigen Wetters erneut eines regen Zuspruchs. Große Erfolge feierten die Geflügelzüchter: Auf der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover wurde Hans Rietzschel mit seinen Zwerg-Sundheimern „Deutscher Meister“. Auch Klaus Schaaf überzeugte mit seinen Großen Sundheimern und erhielt für ein Tier die Höchstnote „Vorzüglich“.
Im Jahr 2015 fand die Jahreshauptversammlung am 9. Mai statt. Nach Entlastung der Verwaltung wurden folgende Mitglieder gewählt: Kurt Dieterle (Vorsitzender), Rita Dieterle und Ralf Hellmann (Kasse), Hans Rietzschel (Zuchtwart Geflügel), Werner Kunz (Tätomeister), Uwe Konstantin (Zuchtbuchführer), Karl Pollmann (Ringwart) und Harald Seiberlich (Beisitzer).
Züchterisch war dieses Jahr ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Auf der EE-Europaschau in Metz (Frankreich) im November errang Hans Rietzschel mit Zwerg-Sundheimern die Titel Europameister und Europachampion. Petra Lehmann wurde mit derselben Rasse ebenfalls Europachampion. Auf Kreisebene sicherte sich Rudi Heim am 5. und 6. Dezember den Titel des Kreismeisters.
Das Hähnchenfest am 1. und 2. August profitierte erneut vom „guten Draht zum Wettergott“ und war sehr gut besucht. Zur Förderung der Kameradschaft führte der Vereinsausflug am 15. August in den Heidelberger Zoo sowie in den Schlossgarten Schwetzingen.
Am 15. Februar verstarb das Mitglied Emil Dennig und am 2. Juni verlor der Verein sein Ehrenmitglied Werner Engel.
Vorsitzende
des Kaninchen- und Geflügelzuchtverein C 107 e.V. seit der Gründung.
1913 – 1920 können über den 1. Vorsitzenden des Vereins keine Angaben gemacht werden, da keine Unterlagen über diese Zeit vorhanden sind.
1920 – 1921 Adolf Hauck
1921 – 1922 Friedrich Braun
1922 – 1927 Adolf Hauck
1927 – 1928 Emil Siegel
1928 – 1930 Ludwig König
1930 – 1934 Adolf Hauck
1934 – 1936 Emil Engel
1936 – 1939 Otto Förster
1939 – 1940 Hans Günter
1940 – 1945 Emil Siegel
1945 – 1950 Friedrich Knobloch
1950 – 1967 Emil Kiefer
1967 – 1970 Hans Illig
1970 – 1976 Willi Frei
1976 – 1994 Kurt Hauer
1994 – 1997 Gerd Heidt
1997 – 2001 Werner Henne
2001 - 2025 Kurt Dieterle
seit 2025 Claudia Hautzinger